Gesundheitsvorsorge

1. Arogya - Gesundheitsvorsorge

Das Sanskrit-Wort „Aarogya" bedeutet vollständigs Wohlbefinden und vollkommene Gesundheit von Geist, Körper und Psyche.
"Samadosha samagnischa samadhatu malakriya Prasanna atma manah swastha itih abhidhiyate."
Nach der Erzählung von Acharya Sushrut ist Swastha die Definition von Gesundheit. Mit anderen Worten ist ein Swastha ein gesundes Individuum bzw. eine Person, in der sich die Beziehung zwischen Funktion und Struktur in einem ausgewogenen Zustand befindet, deren Hungergefühl bzw. Appetit und Verdauung übereinstimmen. Dabei erfolgt die Ausscheidung der Körperabfallstoffe regelmäßig. Seele und Geist sind klar und ruhig und die Sinnesorgane arbeiten effizient. Die unausgeglichene Natur des modernen Lebens neigt dazu, uns in einen passiven Lebensstil zu drängen, in dem wir wenig Motivation haben, unsere Gesundheit zu fördern.

Ayurveda lässt sich in 2 Hauptgebiete aufteilen:

  • Die indische Medizin, die vorrangig der Krankheit auf den Grund geht, um diese bestmöglich zu behandeln.
  • Das reine Verständnis für das Leben. Vom Umgang mit sich selbst, bis hin zur Ernährung und der optimalen Bewegungsmöglichkeit für den Einzelnen.



2. Harmonischer Fluss

Ayurveda betrachtet den Menschen als Einheit von Körper, Geist und Seele und sieht einen harmonischen Energiefluß als Ziel der Behandlung und als Grundvoraussetzung für einen gesunden Menschen.
Grundlage von Ayurveda ist diese ganzheitliche Betrachtungsweise des Menschen, die davon ausgeht, dass bei einem kranken Menschen die drei Doshas (Vata, Pitta, Kapha) im Ungleichgewicht sind.


3. Gesundheitsvorsorge mit Ayurveda

Der Ayurveda bietet seit jeher natürliche und effektive Therapien und Frühdiagnose-Methoden mit dem Ziel der Verjüngung, Vorbeugung, Entschlackung und Heilung. Dem Patienten werden zahlreiche sogenannte Vorsorgeuntersuchungen angeboten. Diese sind in aller Regel keine Vorsorge-untersuchungen im eigentlichen Sinne, sondern sind als Früherkennungsmaßnahme anzusehen.
Die Früherkennung von Krankheitszuständen ist gut und richtig, erfolgt jedoch noch erheblich zu wenig. Echte Vorsorge bedeutet, dass schon mögliche Entwicklungen bei Befindlichkeitsstörungen erkannt werden, weit bevor Früherkennungszeichen gegeben sind, d.h. also eine Erkrankung sich möglichst überhaupt nicht erst entwickeln kann.

Ayurveda als Ganzheitsmedizin bietet jeder Einzelperson nach eigener genetischer Konstitution eine Vorsorgeuntersuchung an. Die Erkennung und Ermittlung von Konstitution (Prakrutti), Pulsdiagnose (Nadi Pariksha), Charaktereigenschaften, Lifestyle und Anlagen ist schon bei Befindlichkeitsstörungen wesentliches Kriterium einer sachgerechten Vorsorge. Ayurveda bietet seit jeher natürliche und effektive Therapien und Frühdiagnose-Methoden, mit dem Ziel der Verjüngung, Vorbeugung, Entschlackung und Heilung. Die schulmedizinische Diagnose wird dabei mit berücksichtigt.



4. Individuelle Therapie

Bei der Behandlung steht Individualität an oberster Stelle. Deshalb wird im Anschluss an eine umfangreiche ayurvedische Untersuchung Ihre persönliche Therapie entsprechend Ihrem eventuellen Krankheitsbild und Ihrem Konstitutionstyp geplant. In Kombination damit erhalten Sie Empfehlungen zur Ernährung und zu Ayurveda-Kräuterpräparaten, Empfehlungen zum Tagesrhythmus, zu sportlichen Übungen usw., die speziell das bei Ihnen herrschende Ungleichgewicht auszugleichen helfen. All diese Maßnahmen können Sie, wenn Sie mögen, auch unter weiterer Anleitung unserer Ärzte zu Hause weiter fortführen, um einerseits einen zunehmend besseren Gesundheitszustand zu erlangen und andererseits der Entstehung zukünftiger Gesundheitsstörungen wirkungsvoll vorzubeugen.

Ayurveda beschreibt ein umfassendes System, das viele unterschiedliche gesundheitsfördernde Maßnahmen und Therapieverfahren für die verschiedenen Aspekte des Lebens nutzt, um Gesundheit und ein langes Leben zu erreichen.
Gemäss Ayurveda beginnt der Krankheitsprozess, wenn die gestörten Doshas mit den Geweben interagieren. Verursacht wird das Ungleichgewicht durch Ablagerung von Schlacken im Körper. Das Ziel besteht darin, ein ausgewogenes Gleichgewicht aller drei Doshas, den ständig ändernden äußeren Einflüssen anzupassen. Das sind:
1.    Shamana Therapie - Ist diese Interaktion von milder oder akuter Natur, kann sie durch befriedende Shamana-Maßnahmen behandelt werden.
2.    Sodhana Therapie - Ist diese Interaktion jedoch von heftiger oder chronischer Natur, müssen die angesammelten Abfälle oder Gifte entfernt werden, und zu diesem Zweck werden Shodhana - die fünf Bio-Reinigungsmaßnahmen (Panchakarma) angewendet. Daher ist Panchakarma hauptsächlich eine Behandlung für degenerative und chronische Erkrankungen, die durch starke Beeinträchtigungen der Doshas verursacht werden und schwer zu heilen sind.

Zu den Therapien zählen ebenfalls mineralische und pflanzliche Arzneien, Ölmassagen, Meditation und Yoga. Mit Ayurveda kann man viele Krankheiten mit natürlichen, bewährten Mitteln lindern. Eine weitere Stärke der Ayurveda liegt in der Prävention durch die Entschlackung.

Ayurveda  taucht tief in die Feststellung der Ursache der Erkrankung ein.  Dann erst  wird eine geeignete Behandlung empfohlen, um Körper und Geist wieder ins Gleichgewicht zu bringen.  Obwohl die Verschreibung den Eindruck gibt, dass die Behandlung nur für den physischen Körper gemeint ist, haben diese in der Tat einen starken Einfluss auf Geist und Seele eines Menschen.


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