Reinigungskur Panchakarma
1. Was ist Panchakarma ?
Panchakarma im Ayurveda
Panchakarma wurde im Rahmen des ältesten und umfassendsten medizinischen Systems der Welt, dem Ayurveda, vor ca. 4000 Jahren als Therapieform entwickelt.
Panchakarma ist ein Sanskrit-Wort und heißt übersetzt “fünf Handlungen”. Pancha bedeutet fünf und Karma verweist auf eine Therapie. Da diese fünf Therapien den biologischen Körper reinigen, werden sie gemeinsam als Panchakarma bezeichnet.
Gesundheitsvorsorge
Panchakarma ist eine effektive Vorsorge für gesunde Menschen sowie eine ganzheitliche Behandlung von chronischen Beschwerden und die Wiederherstellung der Gesundheit.
Panchakarma oder die Ausscheidungstherapie sorgt für die Ausscheidung beeinträchtigter oder kranker Doshas oder Toxine (ama) aus unserem Körper. Sie befreit den Körper von Krankheiten und stellt Stärke, Immunsystem und Hauttönung wieder her. Bei richtiger Anwendung bzw. Einnahme erreicht man ein hohes Alter.
Die Selbstheilungskräfte sind anschließend deutlich aktiviert, und der Organismus kann mit Hilfe von Ayurveda-Kräuterpräparaten noch schneller gesunden.
Ganzheitliche Behandlung
Die sanften, ganzheitliche Behandlungen des Panchakarma-Systems sind bei fast allen Krankheiten angezeigt, entziehen sie ihnen doch die eigentliche Grundlage. Ist der Organismus erst einmal gereinigt, greifen auch alle weiteren Therapieformen besser.
Panchkarma - hat eine tiefe reinigende Wirkung auf die Physiologie. Vor allem Schlacken und Toxine, die ein gut funktionierenden Stoffwechsel und Immunsystems erschweren, werden auf sehr wirksame Weise beseitigt. Das ist die Voraussetzung für die Wiedererlangung des inneren Gleichgewichtes und die Basis für eine überragende dauerhafte Gesundheit.
2. Bedeutung von Panchakarma im Ayurveda
The vitiated doshas or the toxins alleviated by drugs can be possible to get aggravated after some time but the he toxins or vitiated doshas eliminated by panchakarma do not recur because panchakarma eliminates the vitiated dosha from their root level .
Durch Panchakarma werden keine Krankheitssymptome behandelt, sondern es wird direkt in den Entstehungsprozess einer Krankheit (Pathogenese) eingegriffen.
Gleichzeitig wird damit auf effektivste Weise einem Wiederauftreten dieser Störungen und damit dem Entstehen einer Krankheit entgegengewirkt.
Die wichtigste Strategie bei der Panchakarma-Entschlackungskur ist die sachgemäße Mobilisierung und Ausleitung von Stoffwechselschlacken und Toxinen. Diese Schlacken verstopfen feine Kanäle und Zwischenräume in Organen, Geweben und dem Gehirn. Dadurch kommt der Stoffwechsel ins Stocken und der Mensch fühlt sich schlapp und freudlos; er wird krank. Da ein gut funktionierender Stoffwechsel auch die Grundlage für einen wachen, klaren Geist ist, blühen auch Kreativität, positives Denken und Lebensfreude wieder auf.
3. Panchakarma - Ärztliche Betreuung der Kur
Oberstes Prinzip im Ayurveda ist, dass alle Behandlungen individuell auf den Menschen und seine Konstitution abgestimmt sind. Zu Beginn der Kur diagnostiziert der Ayurvedaarzt mittels ausführlicher Anamnese und unter anderem auch der Pulsdiagnose das Ungleichgewicht der drei Vitalenergien des Patienten. Auf Basis dieser Diagnose wird die ganz persönliche Kur bestimmt, eine individuelle Behandlung festgelegt, um ideale innere Bedingungen zu schaffen, unter denen die Heilung (Gesundungsprozess) stattfinden kann.
Diese Feststellungen sind mit entscheidend für die Dauer und die Art der Behandlung. Durch die Kombination der verschiedenen, außerordentlich wirkungsvollen Behandlungen kann sich die Dauer einer Kur auf 7, 14 oder bis zu 21 Tage erstrecken.
4. Panchakarma - Therapien
In der menschlichen Physiologie gibt es fünf bedeutende Ausscheidungswege: Die Leber mit ihren ableitenden Gallenwegen, der Darm, die Nieren, die Schleimhäute im Nasen-Rachen-Augen-Bereich und die Haut.
Im Panchakarma (wörtlich: „fünf Therapien“) werden dem entsprechend fünf Reinigungsmaßnahmen angewandt:
1. Vamana (Brechreiz-Therapie),
2. Virechana (Abführ-Therapie),
3. Asthsapana Basti (Behandlung durch Einlauf mit einer Abkochung),
4. Anuvasana Basti (Behandlung durch öligen Einlauf) und
5. Nasya (Niesreiztherapie).
5. Panchakarma - Ablauf
Panchakarma ist ein System mehrerer sanfter wohltuender Behandlungsformen die genau aufeinander abgestimmt sind. Die therapeutische Sequenz besteht aus 3 wichtigen Abschnitten bei der Panchakarma-Kur. Jeder Abschnitt hat eine bestimmte Funktion zu erfüllen. Wenn alle drei Elemente richtig umgesetzt werden, erfährt der Patient eine lang anhaltende, aufbauende Phase, der lange anhält.
Vorkur (Puvakarma): In dieser Phase wird der Patienten biologisch vorbereitet. Die angesammelte Schlacke wird aus dem Gewebe gelöst. Dieser Prozess wird Purva Karma (vorbereitende Maßnahme) genannt.
Für die Vorbereitung des Patienten werden hauptsächlich zwei Maßnahmen, Snehana (Ölende Therapie) und Svedana (Schwitztherapie) unternommen. Zu Beginn werden einleitende, stärkende und schlackelösende Behandlungen durchgeführt, bei denen verschiedene Ölmassagen und Diätformen eingesetzt werden.
Snehpana (innerliche Ölungen): Durch die Einnahme von Käuter-Ghee oder -ölen sowie Kräuterpräparaten, organischen Mineralien und Spurenelementen wird hierbei eine Mobilisierung von fettlöslichen Schlacken und Toxinen erzielt, so dass auch fettlösliche Toxine, die normalerweise äußerst schwer aus den Zellen heraus lösbar sind, einfach gelöst werden können.
Snehana - Äußerliche Ölbehandlungen und Swedana-Schwitzungen
Durch die äußere Ölung wird der Stoffwechsel aktiviert. Dabei genießt der Patient Heilkräuter-Dampfbäder, Wärmepackungen, Ganzkörper-Ölgüsse und Kompressen oder auch sanfte Massagen mit überwärmenden, heilungsfördernden ayurvedischen Kräutern. Diese Maßnahmen transportieren die vorher gelösten Schadstoffe mit dem Blutstrom in Richtung Darm.
Hauptkur (Pradhana Karma) - Ausscheidung: Die Ausleitungsbehandlungen sind die Hauptbehandlungen in Ayurveda, die sonst auch Hauptkur genannt werden. Die in der Vorkur gelösten und zum Darm transportierten Toxine, werden durch Einläufe oder forciertes Abführen systematisch aus dem Körper eliminiert. Die Hauptkur wird festgestellt aus den Fünf Panchakarma-Therapien. Link zu Panchakarma Therapien.
So ist sichergestellt, dass mobilisierte Umweltgifte und körpereigene Stoffwechseltoxine nicht wieder in die Zellen zurückwandern. Die Reinigung und Entgiftung des Körpers wird wirklich abgeschlossen und hierdurch das Gleichgewicht der drei Vitalkräfte / Doshas (Vata, Pitta, Kapha) wieder hergestellt.
Nachkur (Paschat Karma): Nach der Durchführung der Panchakarma-Hauptbehandlungen und der Reinigung ist es auch wichtig, für eine bestimmte Zeit nachzubehandeln. Dies wird Pashchata Karma (postoperative Behandlung) genannt.
Die Nachbehandlungen dienen der dauerhaften Wiederherstellung und Stabilisierung des Gleichgewichtes der drei Vitalkräfte durch typspezifische Ernährungs- und Verhaltensstrategien.
So wird durch leichte Ernährung zunächst die Belebung des Verdauungsfeuers angeregt, um eine optimale Aufnahme der Mikro-Nährstoffe (pflanzliche Mineralien, Bitterstoffe und Spurenelemente) zu gewährleisten, die dann durch individuell abgestimmte Ernährung dem Körper zugeführt werden und gemeinsam mit einem entsprechenden Lebensstil den Aufbau eines gesunden Stoffwechsels bewirken.
Die zweite Komponente der Nachbehandlung dient der Vitalisierungs-Therapie. Hier werden durch den Einsatz pflanzlicher Nährstoffe und Nahrungsmittel physiologische Alterungsprozesse verlangsamt bzw. sogar aufgehalten und durch die hiermit einher gehenden Veränderungen des Bewusstseins auch der Geist und die allgemeine Lebenskraft aktiviert und neu belebt.
Kurz gesagt, ist Paschat Karma ein abschließender Prozess der Panchakarma-Therapie und damit ein wirksames Mittel zur Erhaltung des durch Pradhan Karma erreichten gesunden Körperzustandes.
6. Resultate einer Panchakarma-Kur
Neben der Wiederherstellung der Gesundheit werden weitere Effekte erzielt, wie z. B:
- gesunde und schöne Haut
- Gewichtsnormalisierung
- strahlende, klare Augen
- Stärkung des Gewebes
- Stärkung der lmmunabwehr und Verbesserung des Allgemeinbefindens
- Stärkung des Nervensystems und tiefgehende Entspannung
- Revitalisierung und Verjüngung
- innere Gelöstheit und Gelassenheit und gesteigerte Lebensfreude
- höheres Energieniveau
- Vorbeugung vor Krankheiten
7. Anti-Aging - mit Ayurveda - funktioniert's?
Durch entgiftende Maßnahmen beugen Sie aktiv dem Prozess des Alterns vor. Die positiven Erfahrungen einer Panchakarma Kur führen bei vielen Patienten zu mehr Lebensfreude und einer Hinwendung zu mehr Gesundheitsbewusstsein. Oft wird berichtet, dass die Gelenke wieder beweglicher sind, der Geschmackssinn klarer funktioniert und das gesamte Geist-Körper-System sich völlig neu - verjüngt - anfühlt.
Einige weitere Therapien sind Murdi Thaila (Öleinreibung des Kopfes), Kanji Dhara (Kräutersudguß), Abhyanga (Massage), Shiro Dhara (Stirnguß), Shiro Vasti (Mit Hilfe eines Lederhuts kommt ca. 1 l Kräuteröl in Kontakt mit der Kopfhaut), Kizhi (Kräuterbeutelmassage), Thaila Dhara (Ganzkörperölguß), Pizhichil (Variation von Ganzkörperölguß), Anuvasana Basti (Öleinlauf), Asthapana Basti (Kräutersudeinlauf), Karna Poorana (Ohrenbehandlung),Tarpana, Augenbehandlung)
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